Aktuelles

Aktuelles

Am Sonntag, dem 13. September, in Templin feiern wir unser Gemeindefest. Wir wollen die Hl. Messe um 10 Uhr draußen auf dem Grundstück feiern, anschließend, Kaffee, Kuchen, Würstchen, bei gutem Wetter Tombola, Beisammensein, Singen, Spielen,. Herzliche Einladung! Bitte beachten, am Sonntag, dem 13. September keine Hl. Messe in Zehdenick, Vorabendmesse um 18 Uhr am Sonnabend, dem 12. September in Zehdenick.

Liebe Gemeinde, werte Gäste,
seit dem 4. Mai dürfen wir wieder öffentliche Gottesdienste feiern - unter Beachtung der Vorschriften.
Am Sonntag ist wieder Hl. Messe, in Zehdenick und in Templin um 10 Uhr und jeweils im Wechsel am 1. und 3. Sonnabend im Monat um 17 Uhr in Mildenberg, sowie am 2. und 4. und 5. Sonnabend in Lychen um 18 Uhr. Ausführlicher finden sie alle Angaben im Pfarrbrief.
Die Chorprobe ist um 18.30 Uhr, um 18 Uhr Taizegebet.

  • 08.09.2020 21:05
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Pfarrnachrichten

Liebe Gemeinde,

es gibt Sätze, die versteht man erst beim zweiten Mal. Sätze, die man zuerst hört, aber den Sinn nicht richtig versteht, und dann später geht einem der Sinn auf. Mir ging es so. Wir hatten im Studium eine Vorlesung über Romano Guardini, ein bekannter Theologe des 20. Jahrhunderts. Guardini verstand es, Jugendliche anzusprechen und zu begeistern. Es gab einen Ort, in den Guardini besonders diese einlud, die Burg Rothenfels. In erster Linie aber war Guardini Professor. Und jetzt der Satz von Guardini, der in der Vorlesung zitiert wurde: „Die Kirche erwacht in den Sälen.“ Bei einer Vorlesung muss man versuchen mitzuschreiben, es muss schnell gehen. Ich schrieb also Sälen, mit Ä, so hatte ich es verstanden. Warum auch nicht, ich dachte an Hörsäle in der Universität oder an einen großen Saal auf der Burg Rothenfels. Bis es mir dann irgendwann dämmerte, ob das denn wirklich richtig ist, kann es nicht anders heißen. Und tatsächlich, ich hatte es falsch verstanden, Guardini hatte es anders gemeint: „Die Kirche erwacht in den Seelen“ – in jedem einzelnen, in seinem Herzen, in der Stille, im Gebet. Seit diesem erst falschen Verstehen und dann dem Aufgehen des Gemeinten, kann ich den Satz nicht mehr vergessen: Die Kirche erwacht in den Seelen. In jedem Einzelnen und hoffentlich auch in mir.

Ein Mann sprach mich letztens an. Durch Corona kann er nicht mehr regelmäßig arbeiten wie zuvor. Er ist also mehr zuhause. Zuerst kam es ihm unheimlich vor, die ganze Zeit in seiner Wohnung. Und dann die Erfahrung der Stille. Alles leer, keiner zuhause, die Ruhe im Raum und dann die Erfahrung: die Stille ist gut, die Stille tut gut, „die Stille spricht“, so konnte er es zusammenfassen, in dem Sinne, dass Stille hilft, auf Gott zu hören. Die Kirche erwacht in den Seelen, das wünsche ich mir und Ihnen. Wir sind verschieden, und es gibt verschiedene Wege, wie wir Gott näher kommen können. Mir hilft der Rosenkranz. Gute Erfahrungen haben andere mit dem Jesusgebet. In der Fastenzeit hatten wir den Glaubenskurs „Besinnung im Alltag“. Wöchentlich haben wir uns versammelt. Das Entscheidende aber war die Zeit der Besinnung zuhause.

Wir möchten einladen, diese Treffen im monatlichen Rhythmus wieder aufzunehmen. Zur persönlichen Vorbereitung und Besinnung wird jeder einen geistlichen Text von uns erhalten. Bei den Treffen wird er uns als Grundlage für den Austausch dienen. Am Mittwoch, dem 30. September, um 19 Uhr wollen wir beginnen. Über Anregungen und Ideen würden wir uns freuen.

Es grüßen Sie Pfr. Thomas Höhle und Reiner Vedder

  • 08.09.2020 20:42
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Liebe Gemeinde, liebe Gäste

Antoine de Saint-Exypéry (1900-1944) ist bekannt als der Autor des Buches „Der kleine Prinz“. Er war nicht allein Schriftsteller, er war Pilot auf oft waghalsigen Routen. So überlebte er auch einen Absturz in der Sahara. Beduinen retteten ihm das Leben. Als Dank lud er sie nach Frankreich ein. Wie erstaunt müssen diese Beduinen aus Mauretanien gewesen sein, als sie die moderne Zivilisation in Europa erlebten. Exypéry zeigte seinen Besuchern auch die Alpen. So kamen sie zu einem Wasserfall. So etwas hatten die Beduinen noch nicht gesehen. Staunend betrachteten sie die tosenden Wassermassen. Nach einer Weile forderten Exypéry seine Besucher auf, weiterzugehen. Sie aber standen wie gebunden da und betrachteten den Wasserfall. „Auf was warten Sie, lassen Sie uns weitergehen.“ Die Antwort überraschte ihn: „Wir warten, bis es aufhört zu fließen.“ Sie konnten es sich nicht vorstellen, dass dieser Wasserfall schon seit vielleicht Jahrhunderten so aussieht, dass immer neu Wassermassen den Berg hinabfließen. Sie kannten nur ihr Land, in dem Wasser kostbar ist. Sie kannten Brunnen, die nur eine begrenzte Menge Wasser spenden. Sie kannten Wasserquellen, die selbst dann noch wertvoll sind, wenn das Wasser schmutzig ist und nach Salz schmeckt. Wasserquellen sind nicht unerschöpflich. Und hier erlebten sie überfließende Fülle, einen Reichtum, den Sie sich nicht vorstellen konnten. Nicht immer sind die Eindrücke so überwältigend, wie bei den Besuchern aus der Sahara beim Anblick des Wasserfalls in den französischen Alpen. Sehr haben wir uns gewöhnt an den selbstverständlichen Reichtum unserer Wohlstandsgesellschaft. Dabei sind es unzählige Dinge, die uns jeden Tag zur Verfügung stehen und die wir nicht bemerken. An eine Geschichte aus Japan muss ich öfter denken. Sie erzählt davon, dass sich die Fürsten des Landes einmal im Monat bei einem Fürsten zum Teetrinken versammeln. Wieder einmal hatte ein Fürst eingeladen. Dieser Fürst hatte einen sehr schönen Ort gewählt, dazu die angenehme Kühle des Abends. Etwas Besonderes schienen allen die Porzellantassen, so fein waren sie gestaltet. Der Tee wurde serviert. Und alle waren der Meinung, dass es ein Tee war, dessen Geschmack einzigartig war. Einer der Fürsten traute sich den Gastgeber zu fragen, was das für ein Tee war, der ihnen heute Abend serviert wurde. Der Gastgeber antwortete: „Das ist der Tee, den unsere Bauern am Abend nach der Arbeit trinken.“
Es wünschen Ihnen in dieser Sommerzeit gute Erlebnisse und Begegnungen in den Urlaubstagen und besondere Entdeckungen in den
einfachen Augenblicken zuhause.

Ihr Pfarrhausteam

Pfarrer Höhle, Beier, Kort und Ehepaar Vedder

  • 29.05.2020 20:38
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